Selfpublishing Day 2015

Vielleicht gibt es um die 80tausend selbst verlegende Autoren und Autorinnen in Deutschland, möglicherweise sind es auch schon in diesem Moment wieder einige mehr. Die Anzahl der Selfpublisher wächst von Jahr zu Jahr immer weiter. In unterschiedlichsten Genres werden geschriebene Werke dem Leser zur käuflichen Verfügung gestellt. Doch ist das Selbstverlegen kein einfaches Unterfangen, um auf dem hart umkämpften Buchmarkt effektiv zu überleben. Gerade in der heutigen Zeit stellt sich der schreibenden Zunft schnell die Frage, ob man überhaupt noch auf Papier oder direkt auf die E-Book-Publikation setzt. Fragen und Antworten, die möglicherweise aber auch wieder vom eigentlichen Schreiben abhalten können.

>> Selfpublishing Day <<

Ein Tag, wo sich das „Who is Who“ der Selbstverleger trifft und austauschen darf. Bei Vorträgen und Workshops von Sponsoren, Partnern und Ausstellern, aber auch unter den Autoren und Autorinnen selbst. Bereits zum zweiten Mal organisiert durch Andreas Hollender (neuDENKEN media) trafen sich am 25. April 2015 im westfälischen Münster viele Fachbesucher beim Selfpublishing Day 2015 → #SPDay2015

Fernab von großen überlaufenden Buchmessen war der Selfpublishing Day 2015 in Münster ein kleines Familientreffen der Zunft. Die Fachbesucher aus dem gesamten Bundesgebiet trafen sich und tauschten sich aus. Auch Wilhelm Ruprecht Frieling, ein alter Hase auf dem Gebiet des Selbstverlegens, eröffnete mit seinem Vortrag über die Geschichte des Selfpublishing die Veranstaltung im Münsteraner Mercure Hotel. Der in Oelde in Westfalen aufgewachsene Berliner, Chefredakteur, Verleger und Autor zeigte dem interessierten Publikum die Eckpunkte des Selbstverlegens bis in die heutige Zeit.

Vortrag von Ruprecht Frieling bei Selfpublishing Day 2015
Video: © Ruprecht Frieling – Berlin

Auch Ebook-Boss Johannes zum Winkel (xtme.de) begrüßte die faszinierten Selfpublisher in Münster und erinnerte an die wesentlichen Eckpunkte beim Selbstverlegen seiner geschriebenen Werke. Vielmehr motivierte zum Winkel das Auditorium und riet, den Zyklus zwischen den publizierten Büchern kurz zu halten.

Auch Jennifer Jäger war als Gast auf dem Selfpublishing Day 2015 in Münster dabei.

  • Woher kommst du und was machst Du überhaupt?
    • Mein Name ist Jennifer Jäger, ich wohne in München und arbeite dort bei neobooks im Bereich Author Relations. Zudem bin ich selbst Autorin und leite die Schreibnacht, ein Online-Forum für Federschwinger.
  • Was hat Dir insoweit der Tag in Münster gebracht, und hat es sich für dich gelohnt dabei gewesen zu sein?
    • Definitiv! Ich habe viele nette Menschen kennengelernt und einiges Interessantes über die Selfpublishing-Szene erfahren. Sowohl für meine Funktion bei neobooks als auch für mich selbst als Autorin.
  • Wie ich gelesen habe, warst du quasi aus 3 Gründen dabei. Magst du diese kurz erläutern?
    • In erster Linie war ich dort, um neobooks zu vertreten, unsere Autoren zu treffen und Interessierte über unser Angebot zu informieren. Zudem hielt ich einen Workshop zum Thema „Metadaten“ und erläuterte den Teilnehmern die Vorteile, die Metadaten bei der Buchplatzierung bieten können. Aber natürlich war ich auch persönlich sehr interessiert an diesem Tag. Selfpublishing ist ein Thema, das mich als Autorin sehr bewegt.
  • Wie wichtig ist so ein Selfpublishing Day im Gegensatz zu einer Buchmesse (Frankfurt, Leipzig) wo sich die Selfpublisher-Szene ja auch trifft?
    • Ich denke, dass man auf dem Selfpublishing Day viel offener mit dem Thema Selfpublishing umgehen kann als auf einer Messe, bei der ja meist das gedruckte Buch im Vordergrund steht. Wobei man sagen muss, dass sich hier in den letzten Jahren viel getan hat. Zudem wären die Vorträge und Workshops explizit für Indie-Autoren geplant und ich denke, dass diese Fülle an Informationen auf so einer spezifischen Veranstaltung besser aufgehoben ist.
  • Welchen Stellenwert haben für dich soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram?
    • Ich selbst bin sehr aktiv auf Facebook, Twitter und Instagram unterwegs. Für mich ist es wichtig, mit den Lesern im Kontakt zu bleiben. Vor allem für Selfpublisher sind soziale Netzwerke eine gute Möglichkeit, sein eigenes Werk an die passende Zielgruppe zu bringen.

An dieser Stelle einfach mal „ein Danke“ an Jennifer Jäger für das Interview sowie an den Veranstalter Andreas Hollender für die Möglichkeit, an dem Tag in Münster dabei gewesen sein zu können. Der kommende Selfpublishing Day 2016 soll in München stattfinden und liegt somit außerhalb meiner Reichweite. Wünsche allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen weiterhin viel Erfolg beim Schreiben.

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